Ausbildungsgänge / Studium

Inhalte

 

Im Mittelpunkt der Seminararbeit steht die Einführung in die anthroprosophischen Grundlagen der Waldorfpädagogik.

 

Folgende Werke Rudolf Steiners bilden die Basis dieser Arbeit:

 

  • „Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft“
  • "Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung
  • „Theosophie“
  • „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik

 

Neben der Einführung in die Anthroposophie vermittelt das Seminar die methodisch-didaktischen Grundlagen der Waldorfpädagogik für Lehrer der Klassenstufen 1-8 und bietet eine Einführung in die Methodik und Didaktik der einzelnen Unterrichtsfächer. Als weitere Ausführungen Rudolf Steiners werden empfohlen "Methodisch-Didaktisches" sowie "Erziehungskunst - Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge".

 

Darüber hinaus enthält die Ausbildung Kurseinheiten über Schulverwaltung (Selbstverwaltung) und Elternarbeit.

 

Aufbau der Ausbildung

 

Die Berufsbegleitende Ausbildung zum Waldorflehrer wurde für einen Zeitraum von

drei Jahren konzipiert.

Im ersten Studienjahr liegt der Schwerpunkt auf den künstlerischen und

menschenkundlichen Kursen. Zudem vermittelt es einen Überblick über die Lerninhalte der Klassen eins bis acht. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr erhalten die fachmethodischen Kurse stärkeres Gewicht. Durch die intensive

Betreuung in den künstlerischen Kursen können die Teilnehmer ihre schöpferischen

Kräfte schulen. Dazu dienen die durchgehenden Kurse in Sprachgestaltung und

Eurythmie sowie Kurse in Malen, Plastizieren und Musik/Rhythmik.

 

Hospitationen/Praktika

 

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr werden die Kursteilnehmer durch zwei bis drei Praktika zu je 1-4 Wochen (insgesamt mindestens 8 Wochen) auch in die Schulpraxis der Waldorfschule eingeführt.

 

Ausbildungsdauer und -zeiten

 

  • Die Ausbildung dauert drei Jahre. Das Studienjahr beginnt jeweils nach den Sommerferien in Baden-Württemberg und endet am 31.07. des folgenden Jahres. 
  • Die Kurse finden an Wochenenden (Freitag 18:00-21:30 Uhr und Samstag, 08:00-13:00 Uhr) statt.
  • Nach Vereinbarung können verlängerte Wochenenden (Samstag, 14:00-16:45 Uhr) ca. zwei pro Trimester eingerichtet werden.
  • Fachkurse für Fremdsprachen, Handarbeit, Werken usw. können in der Regel nur nachmittags während der Woche an der Freien Hochschule angeboten werden.
  • Die Trimesterpläne werden rechtzeitig mitgeteilt.
  • Die Ferienzeiten richten sich weitgehend nach den Regelungen der Freien Waldorfschulen in Baden-Württemberg und werden rechtzeitig für das jeweilige Ausbildungsjahr bekannt gegeben.

 

Die Teilnahmevoraussetzungen

 

Voraussetzungen für die Aufnahme in das Seminar

 

Teilnehmer, die das Emil Molt-Seminar besuchen möchten, benötigen neben einer

geeigneten Persönlichkeitsstruktur

 

  • Grundkenntnisse der Waldorfpädagogik, erworben durch Lektüre oder pädagogische Praxis

        und eine

  • Lehrberechtigung durch Studium (Pädagogische Hochschule, Fachhochschule, Universität + Staatsexamen) und Examen

        oder eine

  • pädagogisch adäquate oder andere Berufsausbildung mit anrechenbarer mindestens zweijähriger Berufstätigkeit sowie pädagogischen Erfahrungen und Fähigkeiten. Dabei ist die  Mindestvoraussetzung ein Realschulabschluss.

 

Jeder Bewerber sollte genau prüfen, ob er neben seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen genügend Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Lehrangebote aufbringen kann, die im Schnitt noch einmal die Dauer der Unterrichtszeit benötigt.

 

Bewerbung

 

Erst nach einem telefonischen Kontakt bitten wir bis zum 30. April 2018 um folgende Bewerbungsunterlagen:

 

  • Einen kurzen handgeschriebenen Lebenslauf in Textform und einen tabellarischen Lebenslauf
  • ein Motivationsschreiben
  • beglaubigte Kopien der wichtigsten Schul-, Berufs- und Studienabschlüsse und ein Lichtbild

 

Nach erfolgreicher Bewerbung laden wir zu einem Aufnahmegespräch ein.

Letzter Kursbeginn war am 18. September 2015. Der nächste Kurs fängt am 14. September 2018 an.

Bei entsprechender Voraussetzung ist eventuell auch noch ein späterer Einstieg möglich. 

 

Abschluss

 

Voraussetzungen für die Ausstellung ein Diplom:

 

  • Erfolgreiche Teilnahme an den Kursen des Seminars durch den regelmäßigen Besuch von mindestens 75% der Unterrichtsveranstaltungen.
  • Die erworbenen menschenkundlichen Grundlagen der Waldorfpädagogik, die methodisch-didaktischen Kenntnisse und die pädagogischen und sozialen Kompetenzen.
  • Anfertigung und Präsentation einer Abschlussarbeit im dritten Ausbildungsjahr. Diese Arbeit muss durch den Betreuer mindestens mit dem Ergebnis „entspricht den Anforderungen“ beurteilt werden.
  • Hospitation und Praktikum von insgesamt mindestens acht Wochen an einer Waldorfschule.

 

Sind diese Voraussetzungen nur geringfügig erfüllt, bekommt der Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung, sind sie zum großen Teil erfüllt, eine Studienbescheinigung. Kann bereits die Eignung zum Klassen- und/oder Fachlehrer ausgesprochen werden, erhält der Teilnehmer eine Diplom. Ist das noch nicht der Fall - vor allem, wenn weniger als vier für eine Lehrerausbildung anrechnungsfähige, volle Studienjahre vorliegen - kann der Teilnehmer diese nach einer erfolgreichen und angemessenen Probezeit an einer Waldorfschule erhalten, während der er durch einen Mentor unterstützt wird.

 

"Das Diplom" des Emil Molt-Seminars wird in Baden-Württemberg und je

nach Vorbildung in den meisten Bundesländern anerkannt. Auskunft über die

Anerkennungspraxis der übrigen Bundesländer erhalten Sie vom  Bund der Freien

Waldorfschulen (Bund der Freien Waldorfschulen, Wagenburgstraße 6, 70184 Stuttgart,

Tel. 0711-2104240, pr@waldorfschule.de).